Wir laufen in Cuenca den Fluss „Rio Tomebamba“ entlang und sind der Meinung an jede Ecke gehört ein Biergarten, aber nichts!
Und dann…
Heute war Kultur. Wer ist wer?
Die Altstadt von Cuenca gehört seit 1999 zum UNESCO Weltkulturerbe. Neben alter und neuer Kathedrale gibt’s es gefühlt mindestens 50 Kirchen und einige Museen, darunter das Panamahutmuseum. Der kommt nämlich aus Ecuador und nicht aus Panama!
Außerdem gibt es noch ich einen deutschen Honorarkonsul.
Leider war der noch zu Tisch. Uns hätte interessiert, ob es gewisse Ähnlichkeiten zum Honorarkonsul von Graham Greene gibt.
Wir haben unsere Fahrt nach Cuenca kurzentschlossen unterbrochen, um Incapirca zu besuchen. Incapirca ist die bedeutendste Inka-Fundstätte Ecuadors. Es ging alles sehr schnell, raus aus dem Fernbus und rein in den bereits überfüllten Bus zur Inka-Fundstätte. (Körperkontakt ist hier voll normal, wer es nicht mag, Pech gehabt). Dadurch hatten wir unser gesamtes Gepäck dabei. Das haben wir dann kurzerhand in einer Hühnerkneipe deponiert. Huhn = Hauptnahrungsmittel
Die Bahngleise der ecuadorianischen Eisenbahn verlaufen größtenteils parallel zur Panamericana. Am steilsten und von den Tourisisten am meisten begehrten Stück von Alausi zur Teufelsnase allerdings nicht. So haben wir die Attraktion nicht entdecken können, aber sehr wohl eine Vorstellung gewonnen. Unglaubliche Straßen es geht hoch und runter und ständig um Kurven.
Banos hat eine äußerst sehenswerte Kathedrale mit einem riesigen, goldenen Altar und vielen Bilder. Auf den Bildern sind nicht nur christliche Themen zu sehen, sondern ganz weltliche Dinge: Absturz von einem steilen Pfad, die Seilbahn reisst und sehr oft der Vulkan und dessen Auswirkungen auf das Leben. Im Himmel ist aber immer Beistand. Überhaupt spielt das Christentum eine sehr wichtige Rolle im Leben der Menschen hier. Kirche, Schule, Markt und Sportplatz gibt es in fast jedem Ort, und diese sind auch immer voller Menschen.
Nach reichlich 2 Wochen gibt es heute die erste englischsprachige Musik im Bus. Das passt gar nicht, zum Glück sind es Oldies. Sonst Panflöte, Gitarre, Trommel,… in Spanisch natürlich, zum Mitschunkeln, einfach schön.
2 Wochen lang habe ich mir das Eis der Straßenverkäufer angesehen und mich gewundert, dass es solange nicht schmilzt. Gestern habe ich probiert. Oh Schreck, süße Zuckerpaste in 2 Farben mit Zuckerstreuseln darauf… Magnum gibt es auch.
Banos empfängt uns mit Regen, das drückt die Stimmung etwas. Erst einmal gefrühstückt, Kotelett und ein Bier.
Das ist nicht ungewöhnlich für Ecuador, aber es regnet immer noch. Ein Hotel gesucht, Marianna mit tropischen Garten. Dann sind wir irgendwann trotzdem losgegangen zur Route der Kaskaden. Nach längerer Wanderung sind wir dann aber an der schönen Aussicht oberhalb von Banos gelandet. Der Vulkan Tungurahua (5016 m) ist voll von Wolken zugehangen.
So hatten wir uns das nicht vorgestellt. Na ja, trinken wir erst einmal ein Bier, das gab es nicht, dann eben Kaffee, schrecklich…
Da tut sich was, der ist wirklich aktiv
Kurze Atempause, nichts passiert und dann
Eine Bilderbuchexplosion!
Diesel kostet 1,03 US $ und Benzin 1,48 US $. So lassen sich die vergleichsweise niedrigen Fahrpreise für Bus (ca. 1$ pro Fahrstunde) und Taxi erklären.
Man darf natürlich nicht vergessen, dass die Einkommensspanne der einheimischen Bevölkerung weit auseinander klafft. Viele kämpfen um jeden Centavos.
Zum Beispiel er: Busmusikant
Auf den Feldern muss jeder mitarbeiten, manchmal ist die Hacke größer als der Bediener.
Wir sitzen im Bus nach Süden. Der Taxifahrer heute Morgen war eine harte Nuss. Erst fuhr er Kreise und dann tat er so, als ab er uns direkt nach Banos fahren wollte. Immerhin eine Fahrt von 2 Stunden! Ich habe Sabine gesagt, sie soll sitzen bleiben, bis ich unser Gepäck in der Hand habe. Dann haben wir den regulären Fahrpreis entrichtet. Es ist immer besser den zu wissen. Oft sagt die Hotelrezeption den Richtpreis an.