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Las Vegas – die (Spiel-) Hölle

Death Valley, das Tal des Todes ca. 250 Kilometer von Las Vegas entfernt, liegt mit seinem Tiefpunkt 80 m unter dem Meeresspiegel. Wir hatten allerdings unseren Tiefpunkt schon in Las Vegas erreicht, als wir versuchten, einen Parkplatz für unseren Hallunken zu finden. 3 Hotelauffahrten, mehrere Anläufe auf Parkflächen, die leider privat waren, dazu kamen Einbahnstraßen, Baustellen und null GPS-Empfang auf Grund der engen Häuserschluchten. Bis auf den Parkplatzmangel für Womos ist Las Vegas einfach nur schrill, interessant, multikulti und auf keinen Fall langweilig.

Während der Stunden in der Stadt sahen wir allerdings keine anderen Wohnmobile. Waren die einfach cleverer als wir?

fens·terln

fens·terln/fénsterln/schwaches Verb

Bedeutung: nachts zu einem Mädchen ans Fenster gehen [und durchs Fenster zu ihm ins Zimmer klettern]

Wir haben „nur“ durch ein paar Fenster gesehen.

Navajo Arch

Dazu mussten wir nicht unbedingt in den Arches Nationalpark fahren.

Double O Arch

Verwitterung in Form von Bögen oder auch natürliche Felsbrücken gibt es in Utah überall.

Schattenspiele
Bryce Canyon – Windows

Das Reisen früher

, zur Zeit der Besiedlung des Westen, war sehr viel beschwerlicher als heute. Gut befahrbare Straßen oder sogar Brücken über die Flüsse gab es nicht. Verwendet wurden Planwagen die von Pferden oder auch von Ochsen gezogen wurden.

Wie einfach dagegen haben wir es heute. Die Straßen sind breit und glatt aspaltiert. Über die Flüsse führen Brücken und so müssen wir über den Colorado nicht mit einem Floß übersetzen.

Vor 1929 gab es hier auf fast 1000 Kilometern keine Brücke über den Fluß!

Flussspuren in der Landschaft

Der Colorado hinterlässt einen hufeisenförmigen Einschnitt.

Horseshoe Bend des Colorado nahe Page

Der San Juan Fluss mäandert gleich vielfach.

Gänsehälse des San Juan River im Goosenecks State Park.

Ganz in der Nähe ist ein komisches Gebilde entstanden, ein Mexicanerhut. Der nächstgelegene Ort heißt dann auch gleich so: „Mexican Hut“.

Manchmal könnte man eine Drone brauchen, um die beindruckenden Landschaften aus der Vogelperspektive fotografieren zu können. Aber in allen Nationalparks ist das Fliegen sowieso verboten. Bleibt uns nur, dem immer vorhandenen Andenkenladen einen Besuch abzustatten, und ein paar Postkarten und/oder Poster zu kaufen. Besser: wir bewahren es in unserer Erinnerung.

Dieselkraftstoffsystemreiniger

Unser Auto und die Wohnkabine wiegen mit Zuladung 3,5 t.

Normalerweise brauchen wir 14 Liter Diesel auf 100 Kilometer Fahrt und 10 l AddBlue (DEF) auf 5000 Kilomter. Wenn frau fährt etwas weniger…

Seit heute geben wir noch pro Tankfüllung eine kleine Dose „Diesel Fuel System Cleaner“ in den Tank. Kostenpunkt 22 € pro Dose, also in etwa der Preis für eine Flasche Whisky. Das ist sehr schlecht für die Reisekasse.

Wir haben zur Zeit kleinere Motorprobleme. Im Leerlauf spüren wir deutliche Vibrationen. Deshalb suchten wir heute morgen die VW Werkstatt in Flagstaff auf. Das Motorsteuergerät konnte nicht wirklich ausgelesen werden, da es den Amarok in Nordamerika nicht gibt. Es gibt aber den VW Touareg mit V6 Dieselmotor und so wurde das Diagnosegerät überlistet. Wahrscheinlich haben wir nur etwas Feuchtigkeit und ein paar Verschmutzungen im Kraftstoffsystem, verursacht durch den vermeintlich nicht so hochwertigen Kraftstoff an den mexikanischen Tankstellen.

Und mit meinen Füßen stimmt auch etwas nicht! Wer findet es heraus? Wahrscheinlich habe ich 2 linke Hände und dafür 2 rechte Füße.

Kreuzworträtsel

Indianer (Native Americans) mit 4 Buchstaben? -> Hopi

Die Hopi und andere Indianerstämme lebten in Arizona und Utah in Klippensiedlungen und betrieben in dieser heißen und sehr trockenen Gegend Ackerbau. Als im 17.Jahrhundert die Spanier in dieses Gebiet vordrangen und auf die miteinander verbundenen Lehmhäuser stießen, nannten sie die Bewohner Puebloindianer (Pueblo (spanisch) = Dorf).

Im Wupatki NP sind zwar nur die Ruinen einer Pueblo-Siedlung zu sehen, aber es gab eine ausführliche Infomappe in deutscher Sprache.

Auch die Navajo haben in festen Häusern gewohnt. Da es aber keine Schriftzeichen gab, ist die Geschichte nur nur mündlich überliefert. Was einige Unsicherheiten in sich birgt.

Parker Damm

In der Nähe von Parker, Arizona wird der Colorado Fluss aufgestaut und 4 Turbinen erzeugen insgesamt 120 MWh Strom. Der Staudamm wurde zwischen 1934 und 1938 gebaut.

An 300 Tagen im Jahr scheint hier die Sonne. Man hält es hier also auch im Winter sehr gut aus. Leider wissen es auch die anderen Leute und wir sind umzingelt von amerikanischen Planwagen.

Mehr als 500 Wohnmobile in der Größe XXXXL standen hier bestimmt auf dem Campingplatz!

Und ein bisschen größer geht immer.

Aber auch unser „Mini“ hat so seine Fans und wir müssen ab und an eine kleine Präsentation starten.

Wasser und Wüste

In der Wüste gibt es die meiste Zeit des Jahres kein Wasser, klar. Baja California besteht eigentlich nur aus Wüstengebieten mit sehr geringen Niederschlagsmengen. Die Menschen, die hier wohnen, müssen oft lange Strecken auf fürchterlichen Waschbrettpisten fahren, um das benötigte Wasser in Kanistern oder Tanks zu holen. Nur in den größeren Orten gibt es Läden/Kioske für den Trinkwasserverkauf (Agua Purificada).

Wo es doch Wasser gibt, findet man üppiges Grün.

Oase San Ignacio


Wasser ist ein ausgesprochen knappes Gut und so sind die Toiletten auf den Campingplätzen meistens einfache wasserfreie Plumpsklos. Im Ökocamp an der Lagune San Ignacio gab es besonders schöne Ökotoiletten.

Nach dem „Geschäft“ musste man 2 große Muscheln Sägespäne streuen.