48 h Montreal
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Hing mancherorts noch die Halloween-Deko, so rüstet Quebec schon weihnachtlich auf.


Auch wir haben uns verzaubern lassen. Bei unserem abendlichen Bummel kamen wir an einem Geschäft mit Weihnachtsdeko über zwei Etagen auch nicht vorbei, ohne etwas für unseren Hallunken zu erstehen.

Geschmückt wird aber erst später!
Quebec ist die einzige der 10 kanadischen Provinzen, in der französisch als Amtssprache festgeschrieben ist. In Quebec City kommt man sich daher vor, als wäre man in Paris.



Das europäische Ambiente, die Architektur und die historische Bedeutung trugen dazu bei, dass die Stadt 1985 UNESCO Weltkulturerbe wurde.
Die Skyline von Quebec lässt sich am besten von Levis, auf der gegenüberliegenden Seite des Saint Lorenz Stroms betrachten.

Mit unserem Hallunken standen wir zwei Tage auf dem Fährhafenparkplatz von Levis.

So hatten wir die Skyline morgens und abends, allerdings nicht gratis, sondern für 8 CAD/ 12 Std.
Die Halbinsel Gaspesie in der Provinz Quebec war eine Empfehlung eines Pärchens aus Toronto, das wir im Fundy Nationalpark trafen und die uns gleich zum Kaffee nach Toronto einluden. Bis dorthin sind es aber noch ca. 1100 Kilometer Autofahrt und wir helfen uns selbst mit den verbliebenen 500 g Eickmeyer Kaffee aus Minden.
Im Nationalpark Gaspesie blieben wir dann drei Nächte und machten drei wunderbare Wanderungen, alles ohne Campingplatz (die Saison beginnt erst wieder im Dezember) und ohne gültigem Permit. Wir dachten, dass unser „Discovery Pass“ in allen Nationalparks in Kanada gültig ist, aber Quebec geht einen Sonderweg und hat ein eigenes Abrechnungssystem. Es wird meist nur französisch gesprochen und beschildert (interdite = verboten – kennen wir jetzt).
Einen Vorgeschmack auf den Winter erhielten wir trotzdem schon mal auf unserer Wanderung zum Mont Richardson.

Die Wanderung war mit 11,6 km, 580 Höhenmeter, 6 Stunden Gehzeit, Kategorie: Ex (für Experten) und 360° Rundumblick angekündigt. Mit jedem Höhenmeter wurde es winterlicher und auf den letzten 100 Metern kam noch ein eisiger Wind dazu.

Der versprochene Ausblick war wirklich grandios.

Untertitel: Auch im Sabbatical bleibt der Lehrerblick erhalten.
Jede Tür lässt sich auch mit „PUSH the Button“ betätigen. Überall gibt es Rampen, Nationalparks haben immer behindertengerechte Wege und Toiletten. Selbst das Moor ist barrierefrei erreichbar:

Und jetzt kommts: Am See gibt es Hilfen zum Einsteigen in Kajaks und Kanus.


Prince Edward Island ist eine Insel und eine der Provinzen von Kanada. Es gibt eine Fährverbindung von Pictou (Nova Scotia) nach PEI (22 km) und die Confederation-Brücke (13 km lang).

Bezahlen muss man nur einmal beim Verlassen der Insel, 48 CAD. Die meisten Inselbewohner leben vom Tourismus, dem Fischfang und der Landwirtschaft. Die Erde auf der gesamten Insel ist rot und so leuchtet die Steilküste in der Abendsonne rot.

Es gibt breite und lange Sandstände, die zu ausgiebigen Wanderungen einladen.

Im Oktober ist hier nichts mehr los. Selbst der Fuchs wundert sich über leere Müllbehälter.

Die Touristen sind weg und so haben die meisten Campingplätze und Provinzial Parks dichtgemacht. Diese Tatsache wird in den nächsten Wochen und Monaten für uns zum Problem werden, denn wir müssen entsorgen und brauchen frisches Wasser.

Am Abend zuvor hatten wir uns am Lagerfeuer nett mit einem Inselpärchen aus Charlottetown unterhalten und zwei Einkaufstipps bekommen:

So fuhren wir am Samstag nach Charlottetown, der Provinzhauptstadt von PEI. Der Farmermarkt, eine Markthalle, war sehr gut besucht.

Auch wir kauften ausgiebig ein, unter anderem Vollkornbrot, Honig, Obst, Gemüse und Bratwürste zum Grillen.

„Bulk Barn“ hat vorwiegend lose Waren und man kann sich selbst alles in Tüten schaufeln (natürlich werden ausschließlich Plastiktüten verwendet…).

Offene Waren und die „umweltfreundlichen“ Tüten wären zu Hause auf jeden Fall an den EU-Bestimmungen gescheitert. Auf die Tüte bzw. den Klipp muss man die Warennummer schreiben und damit zur Kasse gehen. Das Angebot ist riesig. Eine so große Auswahl haben wir noch nirgendwo gesehen.
Ursprünglich wollten wir nur Roggenmehl kaufen, aber am Ende wurde es doch ein wenig mehr (Gummitiere, Tee, Vollkornschrot und einiges mehr). Überredet, aber an der Kasse gab es 5 kanadische Dollar Rabatt.

Der 300 km lange Cabot Trail Highway ist heute eine aalglatte Straße, die sich wie eine Schlange durch das Hochland von Cap Breton windet. An exponierten Stellen gibt es Fotopoints, wo man schon vom Auto aus, spektakuläre Aufnahmen machen kann. Die Straße soll nicht immer so gut gewesen sein. Eng, nah am Abgrund und mit Frostaufbrüchen war sie eher ein Nervenkitzel für den Fahrer.
Wer den Cabot Trail nicht nur fahren möchte, für den gibt es auch eine große Auswahl ganz unterschiedlicher Wanderungen. Oft ist man dabei allein unterwegs und kann die Landschaft genießen. Eben „Meditatives Wandern“. Hier ein paar Impressionen:
Die Akadier sind französische Siedler, die im 17.Jh. die kanadische Atlantikküste besiedelten. Sie wurden allerdings Ende des 18.Jh. von den Briten vertrieben. Cirka 300000 Akadier leben wieder hier und pflegen die Traditionen. In historischen Akadier Dörfern, wie auf der Halbinsel Pubnico, erfährt der Besucher sehr anschaulich, wie sie lebten und arbeiteten.


PS: Napoleon’s Grab befindet sich nicht in Paris im Invalidendom, sondern…
