Die Hauptstraße „MEX 1“ führt von Tijuana im Norden an der Westküste der Halbinsel „Baja California“ entlang bis nach La Paz am Südende. Am Anfang fährt man noch durch dicht besiedeltes Gebiet:
Der mittlere Teil der ca. 1300 km langen Halbinsel ist Wüste, karg, trocken und mit Gebirgsketten. Die Nebenstraßen der „MEX 1“ sehen so aus:
Auf Empfehlung eines kanadischen Paares fahren wir bis San Quintin ans Meer. Nach einem ausgiebigen Strandspaziergang
mit Vulkanbesteigung:
genießen wir die fangfrischen Köstlichkeiten des Meeres:
Jeder US-amerikanische Nationalpark hat mindestens ein Visitorcenter. Ein engagierter Ranger gibt bereitwillig Auskunft über die touristischen Möglichkeiten. Man erhält umfangreiches Informationsmaterial, Wanderkarten und Sicherheitshinweise. Steff meint, vor 23 Jahren hätten die Faltkärtchen schon genau so ausgesehen.
Meistens gibt es ein modernes Kino und ein Film führt die Besucher in die Landschaft und die Tierwelt ein, oder erläutert die historischen Hintergründe. Im Giftshop kann man Souveniers kaufen. Saubere Toiletten, Trinkwasserspender, Stempelstelle und Müllbehälter sind immer vorhanden. 364 Tage im Jahr ist geöffnet ausgenommen am Weihnachtstag dem 25.Dezember. Eine Jahreskarte für alle Nationalparks für 2 Personen kostet 80 US Dollar. Einige Nationalparks sind sogar kostenlos.
Sanddünen kennen wir schon! Waren wir doch in der Namib-Wüste und in Frankreich bei Arcachon. Trotzdem wollten wir uns die Dünen in Colorado nicht entgehen lassen.
Als wir unseren Übernachtungsplatz erreichten, war es bereits dunkel. Also fuhren wir am nächsten Morgen erst einmal zum Besucherzentrum. Von dort aus konnte man die Sanddünen nicht nur sehen, sondern auch gleich loslaufen.
Vom kleinen Hügel runterrutschen, Sandboarding, bis auf die höchsten Dünen hinaufsteigen; für Jeden ist etwas dabei. Am Ende kamen wir auf 6 km Strecke in 4 Stunden und hatten die Schuhe voller Sand.
war unser erster Nationalpark in den USA. Nachdem wir in South Dakota hunderte Meilen auf schnurgeraden Straßen, vorbei an endlosen Maisfeldern gefahren waren,
tauchten schon von Weitem sichtbar, die Hügel der „Badlands“ auf.
Für die frühen Siedler mit ihren Ochsenkarren waren die „Badlands“ auf ihrem Weg nach Westen, das erste gefürchtete Hindernis. Heute führt eine ca. 60 Kilometer lange Parkstraße durch eine eindrucksvolle Mondlandschaft. Wind und Wasser haben bizarre Formen aus dem farbigen Sandstein gefräst. Wir hielten an einigen Aussichtspunkten an, wanderten ein paar Trails
und es gelang uns das erste Mal alle Tiere, die man im Nationalpark sehen kann, ausgenommen die Präriehunde, ausgiebig zu beobachten.
Sogar einen Wolf, vielleicht war es auch ein Kojote, bekamen wir zu Gesicht.
Bestimmt war es der Wolf aus dem Film „Der mit dem Wolf tanzt“ mit Kevin Costner, der hier gedreht wurde. Den Campingplatz mussten wir uns mit 2 grasenden Büffeln teilen, die uns aber keinerlei Beachtung schenkten.
Eine mehrmonatige Wohnmobilreise ist schon etwas Anderes, als z.B. ein nur dreiwöchiger Urlaub. So gehören Diesel und DEF (Diesel Exhaust Fluid) tanken, Einkaufen gehen, Frischwasser auffüllen,
Propangasflaschen überwachen und befüllen,
Müll entsorgen, Wertstoffe recyclen, Grau- und Schwarzwasser entsorgen, Wäsche waschen
und auch einmal zum Frisör gehen,
zu den wiederkehrenden Betätigungen eines Langzeitcampers. Mittlerweile haben wir darin eine gewisse Routine entwickelt.
hat 2900 Einwohner und bezeichnet sich selbst als die Kanuhauptstadt Kanadas. Zusätzlich hat die Stadt den „größten kleinen Wasserfall“ (Kanadas?). Im Moment läuft beides schlecht. Flüsse, Seen
Terry Fox war ein kanadischer Leichtathlet und mein Jahrgang, 1958. Mit 18 Jahren wurde bei ihm Knochenkrebs diagnostiziert. Weil sein rechter Unterschenkel amputiert werden musste, trug er eine Prothese. 1980 startete er zu seinem „Marathon of hope“. Terry wollte ganz Kanada von Ost nach West durchqueren und dabei jeden Tag einen Marathon laufen, um Spendengelder für die Krebsforschung zu sammeln. Nach 143 Tagen und 5373 zurückgelegten Kilometern musste er seinen Lauf abbrechen und erlag 1981, mit nur 22 Jahren seiner Krankheit. 24 Millionen Dollar an Spendengeldern kamen zusammen!
Am Highway 17 bei Thunder Bay gibt eine Terry Fox Allee und dieses Denkmal: