Kaiser Wilhelm Denkmal und Wilder Schmied mit dem Fahrrad

Im Fitnessstudio kann man wegen Corona nicht einmal duschen. Zum Glück ist Sommer und man kann sich draußen in der freien Natur richtig schaffen. Ein paar Berge für’s Bergtraining gibt es in der näheren Umgebung auch. Die Schweizer Kollegen fragten uns allergings vor einiger Zeit: „Wo sind hier Berge, das sind Hügeli“…

Die Anfahrt hat sich auf jeden Fall gelohnt, einerseits wegen der tollen Aussicht:

Kaiser Wilhelm Denkmal
Ausblick von der Porta-Kanzel auf das Kaiser Wilhelm Denkmal
Ausblick 2
Caspar David Friedrich?
Fernsehturm
Der Fernsehturm auf dem Jakobsberg ist weithin zu sehen, aber zum „fern“ sehen braucht man ihn wohl nicht mehr.

anderseits wegen der guten Versorgung am Wegesrand:

Waldgasthaus „Zum Wilden Schmied“ im Wiehengebirge

Die Coronaregeln wurden sehr streng eingehalten: Betreten des Biergartens nur nach Aufforderung, Hände desinfizieren, Einbahnstraße, Adresse hinterlassen und kein direkter Kontakt zwischen Kellner und Gästen. So wurden die Getränke und Speisen auf einem Tisch in der Mitte abgestellt und man musste aufstehen und diese selbst zum Tisch tragen. Bezahlt wurde indem man das Geld in einen Pott geschmissen hat.

Die grüne Grenze zur Tschechischen Republik

ist im Moment wegen Corona geschlossen. Zum Glück gibt es die alten Grenzsteine noch. So kann man nicht aus Versehen zum Grenzverletzer werden:

Auf der tschechischen Seite sieht es ähnlich aus. Auf den Steinen steht „CS“ für Tschechoslowakei. Das „S“ für die Slowakei wurde einfach weiß überpinselt!

Waldsterben

Ein kleines Loch im Felsen und ein Eimer Erde reichen und es wächst ein Baum:

Die Trockenheit der letzten Jahre und der Borkenkäfer sind die Ursache für das Absterben fast aller Nadelbäume im Elbsandsteingebirge:

Ein neues Nicki

Ich habe mir gestern ein neues Nicki gekauft: Sächsische Schweiz, Klettern, Wandern, Boofen, Mountainbiken.

Nun ja, die letzten 30 Jahre habe ich immer T-Shirt dazu gesagt, aber es gibt sie noch, die alten Bezeichnungen. Nur Google weiß nichts davon: „Nicki, das bayrische Cowgirl aus Plattling“. Aber das ist nicht schlimm, die wissen eh zu viel über mich, vor allem Dinge an die ich mich nicht erinnern kann.

Unsere Himmelfahrtstour wurde um 1 Jahr verschoben…

und auch die traditionelle Pfingstradtour ist wegen der Corona-Einschränkungen verschoben. So haben wir erstmalig 1 Woche Pfingsturlaub. Als Reiseziel wählten wir kurz entschlossen das Elbsandsteingebirge aus. Da waren wir lange nicht und schön ist es hier:

Wir sind zu den Affensteinen, Schrammsteinen, zum Carolafelsen und einigen anderen Felsen/Felsgruppen gewandert.

Mit dem Fahrrad sind wir das Kirnitzschtal zweimal von Hinterhermsdorf hinunter und auch wieder herauf gefahren. Außerdem sind wir heute die Häntzschelstiege, einen einfachen Klettersteig, geklettert.

Das Bauernfrühstück heißt in der Kneipe immer noch „LPG“ und so gibt es keinerlei Verständigungsschwierigkeiten. Selbst ein einheimisches Weizenbier ist erhältlich.

Unser erstes (halbes Hefeweizen) tranken wir 1989 in der Bahnhofskneipe in Rathen. Der Kellner schüttete es im hohen Bogen mit vollem Schwung ins Glas. Explosion…

Osterspaziergang

Unser Osterspaziergang führte uns in diesem Jahr in die Bückberge bei Bad Eilsen und ins Weserbergland in die Nähe der Schaumburg.

Zwischen den beiden Touren lagen 2 Tage. Es ist erstaunlich wie sich die Natur im Frühling innerhalb dieses Zeitraums entwickelt. Die Bergrücken im Weserbergland sind größtenteils mit Buchen bewachsen.

Am Karfreitag waren noch keine Blätter an den Zweigen zu finden, am Ostersonntag hingegen schon. Wir fanden im Wald sogar einige schätzungsweise über 20 m hohe Kirschbäume, welche herrlich blühten. Auch am Boden waren viele Farbkleckser verstreut, Blumen über Blumen:

Für den Eigenbedarf nahmen wir noch etwas Bärlauch (-butter und -pesto) und Waldmeister (mit Prosecco) mit nach Hause.

Bitte nicht mit den Maiglöckchen verwechseln!

Brockenbesteigung („im Hartz“)

Heute haben wir den Hallunken und HalMi wieder vereinigt. Anschließend sind wir nach Torfhaus gefahren und haben den Brocken bestiegen. Es liegt wirklich Schnee hier! Die Sicht war miserabel und der Brockenwirt schließt um 17 Uhr mit der Abfahrt des letzten Zuges ins Tal. Wir hatten also genau 20 Minuten Zeit für unser „Mittagessen“ und wurden pünktlich und mit Nachdruck aus der Hütte befördert.

Die Bockwurst kostet auf dem Gipfel 4 Euro, aber der Senf und das Brötchen sind schon dabei! Wir lassen uns die gute Laune nicht verderben und wurden beim Abstieg mit ein paar sehr schönen Blicken in die Ferne belohnt.

Die letzten 1,5 Stunden während des Abstiegs war es sehr dunkel und der Mond schien nur wenige Male zwischen den Wolken durch.