heute wollten wir einmal keine Tiere beobachten sondern uns die Versteinerungen von 150 Mio. Jahren alten Bäumen anschauen. Also sind wir 50 km Schotterpiste gefahren, um zum Eingang des Nationalparks zu gelangen. Dabei wurden ausnahmsweise wir beobachtet:
Es ist unglaublich, die Versteinerungen sehen aus wie Holz. Würden sie nicht ein wenig in der Sonne glitzern, könnte man absolut glauben, dass es Holz ist.
Im Museum konnte man 2 Stücke anfassen und anheben. Dann merkt man den Unterschied natürlich sofort.
Wohnmobile sind hier eher die Ausnahme, so dass es auch keine extra Stellplätze für Wohnmobile gibt. Wir haben gute Erfahrungen mit Municipal Campingplätzen gemacht. Sie werden von den Gemeinden betrieben und sind eigentlich kleine Parkanlagen mit Spiel- und Grillplätzen, auch Pools, die auch rege von der hiesigen Bevölkerung genutzt werden. Am Wochenende kann es dann schon Mal ganz schön laut werden!
Die Ausstattung ist immer ähnlich. Sie haben Strom, Wasser, Toiletten und Duschen. Mal gepflegt, mal weniger und meist preiswert.
Die Duschen sind gewöhnungsbedürftig, aber sie funktionieren.
Damit unser „Hallunke“ auch Strom hat, musste Steffen manchmal schon ganz schön „basteln“.
Im Moment sind die meisten Pools noch nicht in Benutzung, obwohl es um die 30°C warm ist. Das ist für hiesige Verhältnisse noch viel zu kalt! Die Badesaison beginnt am 15.November, so wie früher die Freibäder bei uns am 15.Mai aufmachten.
Auf jedem Municipal Campingplatz halten sich jede Menge Hunde auf, für die immer mal etwas abfällt.
Wir sind allerdings Katzenfreunde und haben eine Tüte „Whiskas“ gekauft.
sind ein riesiges, im Licht schillerndes Sumpfgebiet in Argentinien. Das Süßwasserfeuchtgebiet umfasst etwa 1,3 Millionen Hektar und ist das zweitgrößte Sumpfgebiet weltweit.
Von der Touristeninformation in Ituzaingó wurden wir nach Loreto geschickt (der Google-Übersetzer musste helfen).
Dort vermittelte man uns eine Bootstour in den Sumpf. Leider war der Campingplatz noch geschlossen und so übernachteten wir direkt in der Stadt vor der Polizeistation. Als wir die Polizisten fragten, ob das in Ordnung sei, wurde das sofort bejaht und man bot uns sogar heißes Wasser an.
Am nächsten Tag regnete es fast den ganzen Tag und wir nahmen die argentinische Gastfreundschaft gern für eine zweite Nacht in Anspruch.
Die Sümpfe sind ca. 160 km lang und werden ausschließlich durch Regenwasser gespeist.
Hier das Bootsteam:
Jessie und Orlando haben sich sehr viel Mühe gegeben und viele Informationen an uns weitergegeben. Es gab sogar ein traditionelles Frühstück mit Maniokgebäck auf dem Boot:
Die Tiere im Naturschutzgebiet sehen Boote und Menschen wohl nicht als Bedrohung an. So kommt man sehr an die Tiere heran:
Das Capybara oder Wasserschwein ist ein Säugetier und gehört zur Familie der Meerschweinchen. Es wird aber bis über 1 Meter lang und bis zu 60 kg schwer.Kaiman. Die Fluchtentfernung liegt bei etwa 3 Metern. Der Kaiman gibt bei Annäherung ein knurrendes Grunzwarngeräusch ab. Wenn das nicht funktioniert, gleitet er ins Wasser und ist verschwunden, oder nur die Augen schauen noch aus dem Wasser.Den Namen des Vogels haben wir vergessen, aber Jessie hat uns erklärt, dass das Paar ein ganzen Leben zusammenbleibt. Stirbt ein Vogel, stirbt auch der andere aus Kummer.
Weil das nächste Nachtquartier „safe“ sein sollte und wir nicht noch eine weitere Nacht in völliger Schräglage vor ihrem Haus schlafen wollten, brachten uns Estela (deutsch: Stern) und Leonel (Löwe) auf dem Landsitz von George und Béatrice „Refugiu Bela Vista“ in Santa Cruz do Sul unter.
Dort wurde abends der Matetee in der Calebasse, dem traditionellen Trinkgefäß, herumgereicht, als würde man eine Friedenspfeife rauchen. Sehr ungewöhnlich für uns!
Da Estela förmlich darauf bestand, uns ihre Farm zu zeigen und wir natürlich auch neugierig waren, ging es am nächsten Tag auf die Farm. Zuerst gab es „Churrasco“, (viel) Fleisch über dem offenen Feuer gebraten. Nichts für Vegetarier!
Gegen Abend wurden für Estela und für mich die Pferde gesattelt.
Die Männer sollten mit dem Quad fahren. Aber der Motor sprang nicht an, so dass daraus nichts wurde. Der Ausritt über die Weiden zu den 400 Kühen im Sonnenuntergang war dafür unvergesslich.
Leider war es dann auch schnell Zeit ´“Auf Wiedersehen“ – vielleicht in Deutschland zu sagen.
In der Region Santa Cruz do Sul leben viele Menschen mit deutschen Wurzeln.1825 kamen die ersten deutschen Siedler hierher. Das Oktoberfest gehört daher zur Tradition und wird so gefeiert, wie bei uns, mit Trachten, Bier und Schrammelmusik.
Und in der ganzen Stadt herrscht Ausnahmezustand.
Wir wurden von Estella und Leonel herzlichst dazu eingeladen.
Steffen konnte ganz ordentlich mit seiner Lederhose punkten!
Anmerkung: Eine komplette Windschutzscheibe für den VW Amarok mit Einbau kostet hier 180,05 Euro. Unsere hatte nämlich einen Steinschlag abbekommen. Wir haben die Formalitäten in englischer Sprache erledigt. Bei der Abholung fragte die Mitarbeiterin der Werkstatt, woher wir überhaupt kommen: „Ja aus Deutschland“. „Dann hätten wir auch deutsch sprechen können“ war ihre Antwort. Gesprochen wird ein ganz eigenartiger Dialekt, welcher wahrscheinlich von Generation zu Generation weitergegen wurde mit wenig Einfluss von außen (aus Deutschland).
Der Verkehr in Buenos Aires ist wild und die Straßen sind ständig verstopft. Es gibt fast nur Einbahnstraßen und die Busfahrer sind die wahren Helden der Stadt. Außer den Bussen gibt es noch 4 U – Bahn Linien. Mit einer SUBE Karte, die man aufladen muss, kann man alle Öffis benutzen.
Die Frage, welche sich immer wieder stellt ist aber: „Wo steigen wir aus?“. Hat man das System aber erst einmal durchschaut, ist es ganz einfach. Die Bushaltestellen sind nach dem Straßennamen und einer Hausnummer benannt. Ein Häuserblock sind immer 100 Hausnummern. So kann man jederzeit schauen, wann man auf das Knöpfchen drücken muss. Ganz einfach.
Die Haustür unseres Appartements lässt sich mit einem QR-Code öffnen. Alles wird natürlich fernüberwacht!
Die Wohnung ist praktisch eingerichtet, sauber und ganz ruhig (35 € die Nacht). Drei Cafés gibt es gleich um die Ecke und einen kleinen Park für Erholungssuchende. Die Stadthunde werden gleich hausweise (im Rudel) ausgeführt.
Der Friedhof von Recoleta ist ein Muss.
Nicht nur, weil sich dort das Grab von Evita Perón, die „First Lady“ Argentiniens, sozial engagiert und die 2. Frau des Präsidenten Juan Perón, befindet.
Die große Reise hat begonnen. Der „Hallunke“ macht seine zweite große Schiffsreise auf der Grande Amburgo (Grimaldi Lines). Erstes Ziel ist, vorbei an Madeira und den Kanarischen Inseln, Dakar in Senegal.