Autorenarchiv: Sabine

The Green Giant – Der Grüne Riese

Es handelt sich nicht um einen Schreibfehler, es ist nicht der Weiße Riese gemeint!

Wenn man nach Blue Earth, Minnesota kommt, fällt einem dieses grüne Monster sofort ins Auge.

Es ist mit seinen 17 m Höhe auch nicht zu übersehen. Wir wollten natürlich wissen, was es mit der grünen Figur auf sich hat. Das dazugehörende Museum ist, wie überall in den USA, kostenlos (Spenden erwünscht), gab Aufschluss.

Seit 1903 gibt es in Blue Mountain eine Konservenfabrik, die den grünen Riesen auf ihren Gemüsedosen als Logo verwendet. In Minnesota gibt es endlose Felder und weniger Weideflächen für Rinder wie im benachbarten Süddakota.

1979 bekam die Stadt dann diesen Riesen als Monument aus Glasfiber, der alles andere überragt.

Bisonherden im Yellowstone Nationalpark

Im Badlands NP haben wir uns schon über ein paar verstreute Bisons gefreut, aber im Yellowstone leben noch riesige Büffelherden.

Die erste Begegnung gab es bereits am Nordeingang des Parks. Hier hatten sich 3 Bullen über das satte Grün vor dem Besucherzentrum hergemacht.

Ein Bisonbulle wiegt bis zu 900 kg und kann trotzdem bis 45 km/h schnell rennen!

Die Parkranger bemühten sich redlich, sogar mit Megaphon, die Besucher auf Abstand zu den Tieren zu halten. Distanz ist auch sehr angebracht. Lasen wir doch gerade vor ein paar Tagen im Internet, dass eine 25 jährige Frau im Yellowstone aufgespießt und schwer verletzt wurde.

Manchmal will es aber mit dem Abstand nicht so richtig klappen. Dann nämlich, wenn Autos und eine Bisonherde zur gleichen Zeit eine Brücke überqueren wollen.

Oder wenn neben dem Wanderweg gerade ein Bison grast.

Manche Tiere brauchen auch keine Brücken, sondern schwimmen einfach wie früher durch den Fluss.

Calgary – Sightseeing

Calgary, in der Provinz Alberta, ist mit 1,3 Mio. Einwohnern die fünftgrößte Stadt Kanadas und die sonnenreichste Großstadt Kanadas. Das können wir bezeugen, denn wir erlebten hier den bisher wärmsten und sonnenreichsten Tag unserer gesamten Reise. Calgary hat uns sehr gut gefallen, auch wenn erst im Juli die weltberühmte Stampede, das alljährliche Festival mit Rodeo-Shows im Stil des Wilden Westens stattfinden wird.

Das ist der Bulle „Outlaw“. Einer der schärfsten Bullen aller Zeiten auf der Stampede. Er wurde bei 71 Rodeos nur ein einziges Mal über die vollen 8 Sekunden geritten.

Unsere Höhepunkte waren der Calgary Tower, welcher mit seinen 191 m Höhe gegenüber dem Turm in Toronto mit 553 m lächerlich klein ist. Der Turm wurde 1968 fertiggestellt und hieß bis 1971 Husky-Tower. Auf dem Turm brannte 1988 das olympische Feuer und die Olympische Fackel war wie der Turm geformt.

Husky ist eine kanadische Erdölfirma. In Kanada werden immerhin ca. ein Zehntel des weltweiten Erdöls gefördert! Der Calgary Tower wird inzwischen von einigen Hochhäusern deutlich überragt und bietet trotzdem fantastische Aussichten auf die Stadt und die Rocky Mountains.

Interessant und sehr erholsam war der „Devonian Garden“ im 4.Stock eines Einkaufszentrums. Es ist ein botanischer Garten auf einer Fläche von einem Hektar und für alle frei zugänglich.

Und nach dem ausgiebigen Stadtrundgang kam uns die Draft-Brauerei mit Biergarten auf dem Dach und über 100 Biersorten vom Fass gerade recht…

Die Bären sind aus dem Winterschlaf erwacht

Wir haben uns schon vor einiger Zeit Bärenspray gekauft, um für Bärenübergriffe gewappnet zu sein. Das Spray hat eine sehr beruhigende Wirkung auf uns. Ob es hilft? Auf unseren Wanderungen sind wir zum Glück bisher keinem Bären begegnet. Sie bevorzugen zur Zeit das frische Gras und die Butterblumen am Straßenrand.

Während dieser Schwarzbär völlig unaufgeregt an unserem Auto vorbeischlappte, hielten wir die Luft an…

Die Rocky Mountains lassen uns nicht los und wir fahren nun, abweichend vom ursprünglichen Plan, doch noch in den Glacier Nationalpark in Montana. Vielleicht entdecken wir dort noch einen Grizzly. Wer weiß? Grizzlys sind noch größer und haben noch größere Krallen!

Baumkunst

Als Geocacher kommt man auch hier an Orte, die einem nicht einmal vom örtlichen Besucherzentrum empfohlen werden.

Festlich geschmückter Geocache

Dieses Mal war es eine kurze Inselwanderung mit kunstvollen Baumschnitzereien.

Nicht nur Kinder lassen sich davon anstecken, den nächsten „Kumpel“ zu entdecken.

Auch wir beide standen dabei im Wettbewerb.

Übrigens wurden für diese kleine Kunstwerke nur riesig große alte Schwarzpappelbäume benutzt.

Woss Lookout

Beim 3.Anlauf, den Wanderparkplatz auf diversen Fortstraßen zu erreichen, hatten wir Erfolg.

Hier ging es auch nicht weiter.

Der Woss Lookout war von 1948 bis 1987 ein Feuerwachturm.

Zum Aussichtspunkt gibt es einen 1,9 km kurzen, aber sehr beschwerlichen, steilen Weg.

Für den „firefighter“ muss es eine tägliche Herausforderung gewesen sein, zu seinem Arbeitsplatz zu kommen. Wir waren am Abend jedenfalls ordentlich geschafft.

Unterwasserwelten

Was hier aussieht wie Apfelringe von Haribo sind Seeanamonen bei Niedrigwasser:

Sie leben und bei Berührung ziehen sie sich zusammen. Im Wasser schauen sie so aus:

Auch diese Schalentiere warten auf die Flut:

Und wir haben wieder etwas dazugelernt:

deutschenglisch
Schalentiere shellfish
Schellfischhaddock

Vancouver

Es gibt immer noch eine Steigerung. Und Vancouver ist unser neuer Favorit. Deshalb haben wir unseren Aufenthalt hier um 2 Tage verlängert.

In Vancouver passt alles zusammen. Alt und Neu bilden eine gelungene Einheit.

Der „Canada Place“ mit dem 4D Kino ist ein absolutes Muss. Wir haben uns gleich 2 Filme angeschaut, „Fly over Canada“ und „Island“.

Wenn man vom Trubel der Großstadt genug hat, dann bietet der Stanley Park Entspannung.

Und für den Durst, der nach soviel Kultur nicht ausbleibt, hat Steff die „BC Ale Trail“ (Brauereiwanderung) App…

Wilde Tiere im Park

Der Ort Kamloops am Hwy 1 hat nicht wirklich viel zu bieten, bis auf den BC Wildpark. Das Besondere gegenüber einem Zoo ist, dass hier verletzte einheimische Tiere und Tiere die nicht mehr ausgewildert werden können, ein Zuhause haben. Einige davon haben wir schon in freier Wildbahn gesehen, aber bisher noch keine Eule und keinen Bären.

Eine Eule mit offenen Augen zu fotografieren, war schon eine Herausforderung.

Zwei Grizzlys waren bereits aus der Winterruhe erwacht. Die Schwarzbären hingegen schliefen noch.

Einer kam so nah ans Gitter, dass wir seinen Atem spüren konnten.

So nah möchten wir bei unseren Wanderungen keinem Bären kommen. Erste Bärensichtungen des Jahres gab es im Banff NP. Zur Sicherheit haben wir in unserem Lieblingsbaumarkt „Canadian Tire“ Bärenspray gekauft.

Dabei wurden wir registriert und ausgiebig belehrt. Wir sollen auf keinen Fall Menschen besprühen. Wie wir dem Bären das Zeug in die Augen und in die Nase sprühen sollen, ohne uns selbst zu besprühen, blieb unklar. Alternativ kann man beim Wandern Krach auch machen: immer reden, singen, pfeifen, Glöckchen bimmeln lassen…