Autorenarchiv: Sabine

Colonia del Sacramento in Uruguay 

Es geht eine Fähre von Buenos Aires nach Colonia del Sacramento in Uruguay. Sie überquert die ca. 53 km breite Flussmündung des Rio de la Plata in 1,5 h. 

Colonia wurde 1680 von den Portugiesen gegründet und 1777 nach vielen kriegerischen Auseinandersetzungen von den Spaniern endgültig erobert. Es gibt aus dieser Zeit noch viele guterhalte Gebäude und enge Gässchen, so dass die Altstadt seit 1995 UNESCO Weltkulturerbe ist. 

Auf den lauschigen Plätzen stehen uralte Platanen, auch Palmen und sogar Orangenbäume, die reife Früchte tragen und gleichzeitig blühen. 

Wir besteigen den 34 m hohen Leuchtturm,

sehen dem Angler mit seiner Robbe zu

und verbringen einen Tag am Meer, wo auch schon Mal bei sehr angenehmen Temperaturen gebadet wird. 

San Telmo

San Telmo heißt ein weiteres sehr authentisches Stadtviertel von Buenos Aires. 

Die Polizei ist fast überall präsent. An besonderen Plätzen stehen solche „Polizeihäuschen“ mit Hebebühne und Klimaanlage. 

Und wieder wird Tango getanzt. 

Ein bisschen Kultur muss sein und so waren wir heute im Museum für moderne Kunst.

Die Masken aus Pappe, Holz und Ton sind Personen, die in Buenos Aires etwas mit Kunst und Kultur zu tun haben.

Diego Bianche zum Beispiel ist Grafikdesigner und Dozent an der Uni Torcuato di Tella in Buenos Aires. 

La Boca – Fußball, Tango und Wellblechhäuser

Ein Stadtteil von Buenos Aires mit buntbemalten Wellblechhäuser, das ist La Boca. Dabei besteht der touristische Teil nur aus 2 – 3 kleinen Straßenzügen, „Caminito“ genannt. La Boca wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Immigranten, vor allem aus Italien und Spanien gegründet. Die meisten von ihnen arbeiteten als Tagelöhner im Hafen. Als Unterkunft bauten sie sich die noch heute bestehenden Wellblechhäuser, die sie mit der übriggebliebenen Farbe aus dem Schiffsbau anstrichen. 

Aber am Samstag, wenn die Boca Juniors spielen, sind die Fans nicht mehr zu bremsen. Da beherrschen die Blaugelben und nicht wie sonst die Touristen das Stadtviertel. 

Der Rest des Viertels ist ein runtergekommenes Armenviertel und zählt zu den gefährlichsten von Buenos Aires.

Diego Maradona ist hier überall noch gegenwärtig.

Fußball wird in Argentinien überall gespielt.

Und auch Tango wird, wie man sieht, überall getanzt. 

Bierspruch des Tages: „Wenn du Tango tanzen kannst, ist es egal, welche Sprache du sprichst.“ Aber wir können ja beides nicht…

Buenos Aires – „Öffis“

Der Verkehr in Buenos Aires ist wild und die Straßen sind ständig verstopft. Es gibt fast nur Einbahnstraßen und die Busfahrer sind die wahren Helden der Stadt. Außer den Bussen gibt es noch 4 U – Bahn Linien. Mit einer SUBE Karte, die man aufladen muss, kann man alle Öffis benutzen.

Die Frage, welche sich immer wieder stellt ist aber: „Wo steigen wir aus?“. Hat man das System aber erst einmal durchschaut, ist es ganz einfach. Die Bushaltestellen sind nach dem Straßennamen und einer Hausnummer benannt. Ein Häuserblock sind immer 100 Hausnummern. So kann man jederzeit schauen, wann man auf das Knöpfchen drücken muss. Ganz einfach.

Buenos Aires – Das Stadtviertel Recoleta

Die Haustür unseres Appartements lässt sich mit einem QR-Code öffnen. Alles wird natürlich fernüberwacht!

Die Wohnung ist praktisch eingerichtet, sauber und ganz ruhig (35 € die Nacht). Drei Cafés gibt es gleich um die Ecke und einen kleinen Park für Erholungssuchende.  Die Stadthunde werden gleich hausweise (im Rudel) ausgeführt.

Der Friedhof von Recoleta ist ein Muss.

Nicht nur, weil sich dort das Grab von Evita Perón, die „First Lady“ Argentiniens, sozial engagiert und die 2. Frau des Präsidenten Juan Perón, befindet.

Start in den Urlaub

Leider haben wir nur noch ein einziges Gummibärchen, welches wir uns dann auf der Fahrt nach Budapest wohl teilen müssen.

Als Zwischenziel haben wir Telč (deutsch Teltsch) eine mährische Stadt in Tschechien ausgewählt, deren Innenstadt zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Telč hat nur etwa 5000 Einwohner ist aber sehenswert. Italienische Baumeister haben um 1600 die Innenstadt im Stil der Renaissance gestaltet.

Auf dem Campingplatz mit Strandbad gab es verschiedene Sorten tschechisches Bier vom Fass und Forelle vom Grill.

Was will man (sie) mehr?

Cracker Barrel

bezeichnet sich selbst als „Dein lokaler alter Landladen“.

Zum Laden gehört immer ein Restaurant.

Bevor man dort rein darf, muss man erst einmal 15 Minuten auf den nächsten freien Tisch warten. Das gehört zum Konzept. Jetzt hat man richtig Zeit für den Einkauf. Im Laden bekommt man alles und nichts: Schallplatten, Postkarten, Möbel und „Trödel“ aller Art.

Da wir nicht gefrühstückt hatten, knurrte uns, nach den ganzen Parkplatzproblemen, der Magen. „Cracker Barrel“ wollten wir immer schon einmal ausprobieren. Das Essen war gut, preiswert und vor allem die Portionen riesig. Das heißt für uns, gehen wir zu „Cracker Barrel“ brauchen wir nur eine Mahlzeit am Tag. Das schont die Reisekasse… Kleiner positiver Nebeneffekt: Auf dem Parkplatz kann man mit dem Wohnmobil kostenlos übernachten.

Parkplatz gesucht oder die Hafenrundfahrt fällt aus

Das alles Entscheidende ist, wo man mit seinem Campingmobil parken kann. Die Anreise in die Innenstadt von Boston verlief, Dank Google Maps, dieses Mal ohne Probleme und wir standen vor der Schranke zum ersehnten Parkplatz. Geschafft! Doch wir wurden wir harsch abgewiesen, weil die Stadt übergroße Fahrzeuge nicht erlaubt.

In Portland dagegen bestand gefühlt die ganze Stadt aus kostenpflichtigen Parkplätzen und so kamen wir problemlos zu einem Rundgang im Hafenviertel.

Auf der Halbinsel Cape Cod „Kap Kabeljau“ sollten wir dann 30 Dollar Parkgebühr für einen staubigen Platz in Strandnähe bezahlen.

Amish County

Wenn man durch Indiana fährt, kommt man an den Amish und Mennoniten nicht vorbei. Schon im Indiana-Welcome-Center gab uns ein freundlicher Volunteer (Freiwilliger) einen Flyer von „The Dutchman-Essenhaus“ in die Hand und meinte, da müssen wir unbedingt hin, denn das Essen ist unglaublich gut. Neugierig geworden und da es fast am Weg lag, fuhren wir zum Erhard County, wo das Zuhause von mehreren Amish- und Mennonitengemeinden ist. Einige der Amish pflegen die alten Traditionen. Das heißt, sie lehnen alles Moderne ab, haben keine Elektrizität, keine Autos, kleiden sich traditionell. Die Frauen tragen weiße Kappen und lange Kleider, die Männer haben Bärte (keine Schnauzer) und tragen Hemd, Hose und Hut. Hauptverkehrsmittel ist die Kutsche mit LED-Scheinwerfer, denn ohne Licht ist es auf der Straße zu gefährlich.

Fahrräder werden auch benutzt, aber vielleicht nur von den Mennoniten? Wir hatten uns für die Übernachtung bei einer Familie angemeldet, die eine Holzwerkstatt betreibt.

Der Hausherr zeigte uns erst einmal seine Werkstatt. Ich konnte nicht widerstehen, etwas zu kaufen. Langsam wird es eng im Camper! Durch unseren Gastgeber und seinem jüngsten Sohn erhielten wir interessante Einblicke in das Leben der Amish und Mennoniten. Etwa 80 Prozent der amerikanischen Wohnmobile werden im Erhard County – Indiana hergestellt.

Das beweist, dass die Amish hervorragende Handwerker sind.

Es wird übrigens Pennsylvania-Deutsch gesprochen. Mehr, oder weniger stammen die Sprachkenntnisse vom Lesen der Bibel. Der Dialekt hört sich recht lustig an.