Kategoriearchiv: Allgemeines

Orosital – Mit dem Fahrrad unterwegs

Der Tag fing zunächst gar nicht so gut an, denn heute ist Montag. Alle Verleiher im Ort hatten am Morgen geschlossen. In einer Boutique erfuhren wir, dass das Fahrradgeschäft in der Nähe um 10:00 Uhr öffnen wird. 10:15 Uhr kam die Aushilfe und schloss den Laden auf. Der Monteur sprach nur Spanisch (wie immer). So haben wir alles Notwendige telefonisch mit dem Inhaber geregelt. 10:30 Uhr ging es los, vorbei an Kaffeeplantagen und einem Stausee. Wir besuchten die Ruinen von Ujarras:

Dann kam die alles entscheidende, sehr anspruchsvolle Bergetappe zum Aussichtspunkt (Mirador) von Ujarras, ein 3 km langer sehr steiler Anstieg.

Immer schön rechts bleiben, der Verfolger naht schon. Ich habe auch ein Stück geschoben.

Oben angekommen wurden wir mit einer herrlichen Aussicht, einer Portion Fisch aus dem Fluss und Bier belohnt.

In Paradiso haben wir schnell die Post (Correos) gefunden und los ging die Schussfahrt (nach San Remo) zurück in den Ort Orosi.

Jetzt pflegen wir unsere alten Knochen auf unserer Terasse.

Naturschutz in Costa Rica

30 % der Fläche Costa Rica wurden zum Naturschutzgebiet erklärt. Darüber hinaus gibt es eine Menge privater Projekte, welche dem Schutz von Flora und Fauna gewidmet sind. Der grüne Ara ist extrem gefährdet. Weltweit gibt es nur noch ca. 1500 Vögel, 400 sind es in Costa Rica:

An den Hinterpfoten haben sie immer 3 Krallen, vorn 2 oder 3. Und damit kann man sich herrlich den Bauch kratzem. Nässe mögen sie nicht so, da werden sie noch langsamer.

Unser Zeltplatz am Strand der Karibik

Unseren Zeltplatz in Playa Uva konnten wir erst nach Einbruch der Dunkelheit beziehen, da er bis dahin von Tagestouristen belegt war (da Wochenende). Wir hatten den Sonnenuntergang „bebadet“ uns so bin ich barfuß mit naßer Badehose vorgefahren. Auf dem Weg zum Zeltplatz wurde ich aber gebeten, ein stecken gebliebenes Auto aus dem Sand zu ziehen. Dunkel war es, eng war es, aber wir haben es geschafft, ganz ohne reden!

Wir stehen gerade, erste Vorraussetzung, dass wir nachts nicht übereinander rollen.

Wir standen unter Palmen und einem Baum mit Ninofrüchten, angeblich der gesundesten Frucht der Welt. Nur essen kann man diese nicht, da sie widerlich stinken. Für medizinische Zwecke werden die Früchte aber verwendet.

Kein Tier vergreift sich daran.
Wir haben eine Machete und so haben wir die Kokosnuss selber geöffnet und das Kokoswasser ausgetrunken.

Unsere Schokocreme

vergrößert unseren ökologischen Fußabdruck erheblich.

Sie kommt aus Deutschland! Nutella hatten wir beim Kauf, wegen des enthaltenen Palmöls, bewußt abgewählt. Flüge sind ganz schlecht für das Klima, aber wenn man länger bleibt, kann man den CO2 Ausstoß auf mehr Tage umlegen. Das ist relativ weniger schlimm.

Grenze zwischen Panama und Costa Rica (an der Karibikküste)

Das ist sie, die Grenzbrücke über den Sixaolafluss:

Der Grenzübergang wird fast ausschließlich von Touristen und riesigen Bananen-LKW’s benutzt. Der Grenzübertritt gestaltete sich auch um einiges einfacher als bei der Einreise. Wir hatten keine 1 Dollarnoten in der Tasche und haben gleich die nächst größere 5 Dollarnote „verschenkt“…

Caldera – Hot Springs

Sabine hat Badewannentemperatur, bei mir sind es vielleicht ca. 24 °C und die Spanierin (por la derecha)
kommt aus Murcia und dichtet den Damm ab!

Es gab auch noch 2 Hotpots ein bisschen weg vom Fluß, aber von dort aus war der Weg zur Abkühlung (im Caldera Fluss) zu weit.

Wasser > 40 °C, Balboa Bier gut kalt.

Nach 3 Wochen

haben wir unsere erste Nacht auf einem richtigen Campingplatz in Boquete (Panama) verbracht. Strom, Wasser und Abwasser am Stellplatz (brauchen wir alles nicht), dazu eine wirklich heiße Dusche und eine saubere Toilette (die gibt es aber immer).

Das gezapfte Bier entsprach nicht dem deutschen Reinheitsgebot, Cerveza negro con Coconat und ein zweites mit Nußgeschmack (with nut!?) waren unsere Spitzenreiter:

Boquete – Bordeaux des Kaffees

Wir sind am Vulkan Baru, dem höchsten Berg Panamas (3477 m):

Bei gutem Wetter ist der Gipfel einer der wenigen Punkte von wo aus man sowohl den Pazifik als auch die Karibik sehen kann. Der Aufstieg ist sehr beschwerlich, der Antennenwald auf dem Gipfel nicht gerade schön und so bleiben wir unten. Was nicht so bekannt ist, dass hier die besten und teuersten Kaffees der Welt geerntet werden. Vor 14 Tagen wurde auf einer Auktion 1 kg der Sorte „Geisha“ für 2060 US-Dollar verkauft!!!

Wir haben auf der Farm der Familie Ruiz (gegründet 1920) eine unheimlich schöne, informative Führung erlebt. Unser Guide Carlos hat uns alles mit viel Witz erklärt.

Die Erkenntnisse:

  • kaufe nie gemahlenen Kaffee (der kann alles Mögliche enthalten)
  • dunkel geröstete Bohnen eignen sich für Espresso, haben aber schon sehr viele Aromanuancen verloren
  • man kann unter Verwendung ein Popcornmaschine (für ca. 20 €) sehr gut selbst Kaffee rösten (ca. 8 Minuten), probiere es einfach aus
  • der Abfall geht an George Clooney
  • aus Cascara (der Schale der Kaffeekirsche) lässt sich ein leckerer, coffeinhaltiger Tee zubereiten
  • eine (ökologische) Kaffeefarm sieht vollkommen anders aus, als man sie sich vorstellt, es gibt viele Bäume mit Früchten, um Vögel anzulocken, sie fressen auch die Insekten. Die Kaffeebüsche stehen nicht in Reih und Glied.

Panama: Landesvorwahl +507

Die Währung in Panama ist der Balboa. Er wurde nach dem spanischen Konquistador Vasco Núñez de Balboa benannt, der an der Westküste Panamas als erster Europäer den Pazifik erreichte. Der Balboa ist mit einem Kurs von 1:1 an den US-Dollar gekoppelt. Balboa Banknoten gibt es nicht, dafür werden die US-Dollarnoten verwendet. Die Landessprache ist Spanisch, schlecht für uns…