Archiv des Monats: August 2014

Bergfest

Der halbe Urlaub ist vorbei. Heute feierten wir Bergfest, und wie.

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Um 8:00 Uhr, nein 8:30 Uhr wurden wir von unserem Guide Eddie am Hotel abgeholt. Das Ziel: Der Südgletscher des Cotopaxi. Mit uns fuhren 2 junge Franzosen Maria & Olivier aus Toulouse. Auf ca. 3800 m begann die Besteigung und der Cotopaxi hat sich gewehrt! Erst tief in den Wolken versteckt, dann ein eisiger Wind und als kleine Zugabe ein waagerechter Eisregen. Auf ca. 4500 m stehen 2 Biwakschachteln. Dort haben wir erst einmal ein paar zusätzliche Klamotten angezogen und aus dem Lunchpaket gefuttert. Dann Hektik, der Gipfel war frei zu sehen, alle raus zum Fotografieren, mit den kalten Händen kein leichtes Unterfangen. Wir sind von der Biwakschachtel noch bis ca. auf die Höhe des Mont Blanc aufgestiegen. Das GPS zeigte 4833 m Höhe an, was unser Führer aber in Frage stellte.

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Letztendlich ist es auch egal, es war ein anstrengender aber wunderschöner Tag. Alpinistisch eher wenig anspruchsvoll, da es keine ausgesetzten Stellen gibt, stellt die Höhenkrankheit die größte Gefahr dar. Durch unsere Wanderungen der Vortage waren wir aber auf die Höhe gut vorbereitet und hatten keine größeren Probleme. Die Besteigung des Gipfels stellt aber eine andere Hausnummer dar und ist durch die hohe Sonneneinstrahlung meist nur nachts durchführbar.

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Rosen-Jumbo

Gerade donnert ein Flugzeug über unser Hotel in Latacunga, so das man denkt, der Cotopaxi sei erneut ausgebrochen. Aber es war sicher nur eine Boing 747-300, welche zweimal pro Woche, beladen mit Rosen, nach Luxemburg fliegt.

Am Wegesrand

Die einfachen Bauern in Ecuador haben meist ein Stück Feld und einige Tiere: Schweine, Kühe, Schafe oder Hühner. Vom Ertrag lebt die ganze Familie. Zusätzlich wird mit allem gehandelt, was es gibt. Das passiert aber eher dezent, wenig aufdringlich.

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Das sind die Kinder von Miguel. Er ist Künstler und macht tolle Holzschnitte und bemalt diese dann.

Wo man zu Hause ist und wohin man unterwegs ist wird immer gefragt.

Bus fahren

Auf der Panamericana verkehren die Busse teilweise im 10 Minutentakt. Sobald man davon abweicht, gestaltet sich die Situation etwas anders. Oft gibt es pro Richtung und Tag nur einen Bus. Unserer fuhr heute 3:30 Uhr und nicht am Nachmittag! Wir haben eine Wanderetappe angefügt und haben uns ein Allradtaxi zum Zielort bestellt. Unser Fahrer Marco kam eine halbe Stunde zu früh und wir konnten so nicht einmal unser Bier in Ruhe aus trinken. Die dreistündige Busfahrt hätte für uns beide 4 US$ gekostet das Taxi das fünfzehnfache. Aber der gewonnene Tag und die Aussicht aus dem Auto war das Geld schon Wert. Der Cotopaxi fast frei von Wolken und mit einem Regenbogen davor, wow.

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Marco mit Hut und Ray Ban, angeblich redet er viel, mit uns aber nicht, wir hätten ihn eh nicht verstanden.

Der mit der Kuh kämpft

so darf ich mich jetzt nennen. Leider hat die Kuh gewonnen und ich flog im hohen Bogen durch die Luft und dann noch ein paar Meter den Hang hinunter. Darum merke, wenn die Kuh ein Kälbchen hat, kann der Bogen um diese herum  nicht groß genug sein. Keine Sorge passiert ist nichts 1a Landung im Busch ohne Dornen.

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Kampfkuh Luise von Holstein schwarz/weiß im Bild, fotografiert aus gebührender Entfernung

Chugchilan

Heute wanderten wir vom Suedrand des Kraters Quilotoa, ueber den oestlichen Kraterrand nach Chugchilan. Es waren nur knapp 17 km, aber wir sind platt. Staendig geht es rauf und runter, die Sonne knallt auf die Birne und kurz spaeter regnet es. Gegen Ende der Wanderung muss man in ein Canyon auf 3000 m absteigen und dann gehts den ganzen Weg wieder hinauf. Hoffentlich gibts ordentlich etwas zum Abendessen, die Nudeln haben wir gleich abgewaehlt und Carne (Fleisch) geordert.

West Kordilleren – Quilotoa

Der Quilotoa ist der westlichste der Vulkane in Ecuador. Der letzte Ausbruch liegt aber sehr lange zurueck und so ist der Vulkan mit Wasser gefuellt. Die Umrundung zu Fuss am Kraterrand dauert etwa 4 Stunden. Der Abstieg zum See vielleicht 45 Minuten der Aufstieg ca. 1 h. Da wir unseren eigenen Weg gingen, dauerte der Abstieg deutlich laenger.

Bierglasgrößen in Latacunga

Es ist eindeutig klar, auch wenn man viel unterwegs ist,  man lernt nicht aus, oder immer dazu. Die möglichen Biermengen:

mashka               keine Ahnung wieviel das ist

aleman               ein halber Liter

gran aleman      1 Maß

Und vorn an der Bar sitzt einer mit einem Maß und trinkt es mit einem Strohhalm!